Klarstellung des Vorstands 6.2.2026

Der Vorstand möchte mit dieser Klarstellung unrichtigen Tatsachenbehauptungen entgegen treten und Informationen anbieten.

  • Der gemeinnützige Verein TEZ hat einen ehrenamtlichen Vorstand, die Mitglieder kommen aus verschiedenen Bereichen und sind extern. Seine Tätigkeit ist die Gesamtverantwortung des Vereins. Für das operative Geschäft, das TEZ ist gemessen an der Anzahl der 163 Mitarbeitenden, ein Betrieb mittlerer Größe, ist Geschäftsführerin Corinna Schober beauftragt. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich, bekommt weder Sitzungsgeld noch Zahlungen. Wie im Bericht von ORFSalzburg (https://salzburg.orf.at/stories/3340832/) heute zitiert: „Sie haben als Vorstandsmitglieder selbst die Gehälter festgelegt“, ist das eine unrichtige Tatsachenbehauptung: Wir legen als Vorstandsmitglieder weder Gehälter fest noch führen wir das operative Geschäft. Es könnte in dieser Behauptung mitklingen, dass wir uns Gehälter auszahlen. Das wird mit dem Zitat vom Geschäftsführer der gpa, Michael Huber in Kauf genommen.

  • Dass nach verschiedenen Kollektivverträgen gezahlt wird, hängt mit der Gründungszeit (1989) des TEZ zusammen, übrigens auf Initiative von AMS, AK und Land Salzburg. Es war in selbstverwalteten Sozialvereinen damals durchaus üblich, Verwaltungsmitarbeiterinnen nach Metallerlohn zu zahlen, das ist ein Erbe aus dieser Zeit. Insgesamt ist das TEZ eine Erfolgsgeschichte, weil durch diesen Verein mit der Möglichkeit einer Anstellung, viele Frauen sozial abgesichert waren und sind.

  • Der Verein wird jährlich im Zuge des Jahresabschlusses von einem externen Wirtschaftsprüfer geprüft, dabei werden alle Einnahmen und Ausgaben hinterfragt und auf Zahlungsfähigkeit geachtet.

  • Der gemeinnützige Verein TEZ kann nicht mehr Geld ausgeben, als er von Fördergebern (Gemeinden, Land) und den vorgeschriebenen Elternbeiträgen erhält, das ist im Sinne der Redlichkeit seine Verantwortung, um nicht in Haftungen zu kommen, die nicht erfüllbar sind. Die Förderungen für Tageseltern wurden in den letzten 15 Jahren nicht kostendeckend angepasst. Es geht vor allem im Bereich der Tageseltern die Fördersatz- und Gehaltsentwicklung kontinuierlich auseinander. (siehe beiliegender Artikel aus den Stadtnachrichten vom 10.10.2024) Ende November 2025 wurde vom Fördergeber Land (Büro Svazek) erfreulicherweise eine neue Förderung in Aussicht gestellt, doch gibt es bisher keine konkreten schriftlichen und zeitlichen Zusagen. In den zahlreichen Gesprächen wurde vom Fördergeber wiederholt darauf hingewiesen, alle möglichen Einsparungspotentiale zu prüfen und auszuschöpfen. Den heutigen Verhandlungen sehen wir daher sehr positiv entgegen.

  • Im Herbst 2025 wurde das Gespräch mit dem Betriebsrat aktiv gesucht, er wurde mit allen aktuellen Berechnungen und Zahlen versorgt, um über notwendige Maßnahmen und die Dimension des Einsparungspotential beraten zu können. Diese Gespräche über notwendige Sparmaßnahmen waren zum Teil konstruktiv, doch nicht ausreichend, um die Finanzen in Ordnung zu bringen. Damals wurde eine Kürzung der Zulage diskutiert, dieser hat sich der Betriebsrat gänzlich verschlossen und immer sofort mit Klage gedroht.

  • Diese internen Zahlen unterliegen übrigens der Verschwiegenheit und tauchen aus dem Zusammenhang gerissen in verschiedenen Medien auf. Das verurteilen wir aufs Schärfste.

  • Es geht nicht um die Kürzung des Gehaltes der Tageseltern, dies ist kollektivvertraglich geregelt, das darf ein Dienstgeber nicht. Es geht um die Kürzung einer freiwillig gewährten Zulage für Tageseltern, diese wurde in einer, verglichen mit heute, wirtschaftlich guten Zeit im Jahr 2000 in Form einer Betriebsvereinbarung gewährt. Sie hat über viele Jahre dafür gesorgt, dass nach 5 Jahren Zugehörigkeit beim TEZ ein Gehalt von 20% über dem kollektivvertraglich geregelten Lohn bezahlt werden konnte. In der Vereinbarung ist auch vermerkt, dass sie reduziert bzw. eingestellt werden kann, sollten es die wirtschaftlichen Verhältnisse erfordern. Dieser Passus findet in Zeiten wie diesen Anwendung. Damit und mit weiteren Einsparungsmaßnahmen soll eine drohende Insolvenz abgewendet werden.

  • Es ist gute Kultur des Vereins TEZ, transparent zu sein und zeitgerecht zu informieren: Nach mehreren Besprechungen mit Wirtschaftsprüfer, Betriebsrat, Geschäftsführung und Vorstand zum Geschäftsjahr 2025 mit Blick auf das Budget 2026 wurde von Geschäftsführerin Corinna Schober im Rahmen einer Mitarbeiterinneninformation am 20. November 2025 über die prekäre finanzielle Lage informiert. Wesentlich ist, dass es nicht nur um die Kürzung der Zulage geht. Bereits gesetzte Maßnahmen und die im Jahr 2026 wirksamen Schritte sind: eine Reduzierung des Gehalts (nicht einer Zulage) von Verwaltungsmitarbeiterinnen um 5%, keine Überstunden im Jahr 2026 (diese belasten das Budget außerordentlich), ein gekürztes Budget in den Kleinkindgruppen, dort gegebenenfalls Abbau von Teilzeitstellen, Fortbildungen möglichst online.

  • Der Verein beschäftigt insgesamt 163 Mitarbeitende, für die er Verantwortung trägt. Es gibt seit 4 Jahren auch Kleinkindgruppen mit ca. 50 Mitarbeitenden, diese wurden auf Anraten der Wirtschaftsprüfung als 2. Standbein gegründet.

  • Dem Vorstand und der Geschäftsführung ist der Erhalt des TEZ mit den verschiedenen Angeboten ein großes Anliegen, damit alle Mitarbeitenden ihre verantwortungsvolle Tätigkeit unter guten Rahmenbedingungen ausüben können und Eltern und Kinder weiterhin eine zuverlässige und gute Betreuung vorfinden.

 

Für den Vorstand: Mag. Eva Kok-Ertl

Kontakt Vorstand TEZ: vorstand@tez.at

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Pressemitteilung 8. Februar 2026

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Presseaussendung 6.2.2026